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Best Practices

Wie soll ich mich als Firma auf die PPWR vorbereiten?

4 Minuten

Die neue Verpackungsverordnung kommt – und jetzt?

Das Problem: Die Zeit läuft, doch viele Unternehmen sind nicht vorbereitet

Die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) ist beschlossen – und sie wird den Verpackungsmarkt grundlegend verändern. Unternehmen, die verpackte Produkte in der EU vertreiben, müssen sich auf umfassende neue Pflichten einstellen.

Viele Firmen wissen zwar, dass etwas kommt – aber nicht, was genau zu tun ist. Diese Unsicherheit kann schnell zu Verzögerungen, vermeidbaren Kosten und Rechtsrisiken führen.

Die Brisanz: Ohne proaktive Vorbereitung drohen echte Probleme

  • Verfügbarkeit von recyclingfähigen Verpackungen ist nicht garantiert – Wer zu spät kommt, muss mit Kompromissen oder höheren Preisen rechnen.
  • Dokumentationspflichten werden deutlich ausgeweitet – wer seine Verpackung nicht rechtzeitig analysiert und bewertet, riskiert Bußgelder.
  • Wettbewerbsnachteil durch Intransparenz – Kunden und Handelspartner erwarten belastbare Aussagen zur Kreislauffähigkeit und Rezyklatanteilen.
  • Kommunikationslücken zwischen Herstellern, Einkäufern und Rechtsabteilungen führen zu Verzögerungen in der Umsetzung.

Die Lösung: Jetzt strukturiert und faktenbasiert vorgehen

  1. PPWR-Anforderungen verstehen:
    Holen Sie sich eine Übersicht der wichtigsten Anforderungen (Rezyklatquoten, Design-for-Recycling, Wiederverwendungspflichten, Kennzeichnungsvorgaben).
  2. Verpackungshersteller einbinden:
    Stellen Sie gezielte Fragen:
  • Ist das Material recyclingfähig gemäß künftiger Definitionen?
  • Wie hoch ist der Anteil an Rezyklat?
  • Welche Zertifikate und Nachweise liegen vor?
  • Entspricht das Design den Anforderungen an Wiederverwendung?
  1. Verpackungsportfolio analysieren:
    Prüfen Sie systematisch Ihre Primär-, Sekundär- und Transportverpackungen. Welche erfüllen schon heute die Anforderungen, welche müssen ersetzt werden?
  2. Interne Rollen klären:
    Einkauf, Produktentwicklung, CSR, Legal – alle müssen involviert sein. PPWR ist keine Einzelabteilungssache, sondern ein unternehmensweiter Change-Prozess.
  3. Quick Wins identifizieren:
    Wo lassen sich kurzfristig Verpackungen umstellen oder einsparen? Welche Maßnahmen bringen schnelle Effekte bei geringem Aufwand?

Fazit: Wer strukturiert vorgeht, sichert sich klare Vorteile

Die PPWR ist komplex – aber beherrschbar. Der Schlüssel liegt in frühzeitiger Transparenz, enger Zusammenarbeit mit Lieferanten und einem klaren Fahrplan zur Umsetzung. Wer jetzt startet, sichert sich Lieferfähigkeit, Glaubwürdigkeit und Rechtssicherheit – bevor es eng wird.